Fairplay, Respekt und Fairness bringen uns alle weiter.

Beförderungsbedingungen im RMV

Busse und Bahnen sind für alle da. Gemeinsame Spielregeln stellen sicher, dass dieses Miteinander auch gut funktioniert. Sicherheit, Respekt und Fairness – darum geht es bei allen dieser Regelungen. Und wie sonst im Leben, so gilt auch hier: „Was Du nicht willst, was man Dir tut, das...“ Alle „Regie-anweisungen“ sind in den Beförderungsbedingungen des RMV aufgeführt und können unter diesem Link eingesehen werden. Trotzdem: Es gibt immer wieder Themen, die zu Fragen, Diskussionen oder unangenehmen Situationen führen. Das muss – und soll – nicht sein. Die wichtigsten Punkte aus den Beförderungsbedingungen (gültig ab 01.01.2015) haben wir darum hier sinngemäß zusammengestellt:

§ 2 Ausschluss von Personen von der Beförderung

Jede/r darf mit – es sei denn, Personen stellen eine Gefahr für die Sicherheit oder Ordnung des Betriebes oder für andere Fahrgäste dar. Dann müssen sie leider draußen bleiben. Von der Beförderung ausgeschlossen sind:

  1. Alkoholisierte oder unter dem Einfluss anderer Rauschmittel stehende Personen. 
  2. Personen mit ansteckenden Krankheiten,
  3. Personen mit Schusswaffen, es sei denn, dass sie zum Führen von Schusswaffen berechtigt sind.

§ 3 Verhalten der Fahrgäste

Ketchup auf der weißen Lieblingshose? Technobeats für Opernfans? Fahrradlenker im Kreuz? Lieber nicht. Denn auf Respekt kommt es in Bussen und Bahnen an. Wer Anlagen, Einrichtungen und Fahrzeuge des ÖPNV benutzt, ist für die Sicherheit und Ordnung des Betriebes, die eigene Sicherheit und die Rücksicht auf andere Personen mit verantwortlich. Das geht ganz einfach, wenn man den Anweisungen des Betriebspersonals folgt und einige unnötige Aktionen unterlässt. Das tut nicht weh und lässt anderen Fahrgästen die Freiheit, die man gern für sich selbst beansprucht. 

Aus diesem Grund ist es beispielsweise nicht gestattet:

  • in Verkehrsmitteln offene, zum sofortigen Verbrauch bestimmte Esswaren (zum Beispiel Speiseeis, Pommes Frites und so weiter) mitzunehmen, die zur Verunreinigung von Kleidungsstücken der Fahrgäste und vor allem der Wageneinrichtung führen können. 
  • Tonwiedergabegeräte, Rundfunkgeräte, Fernsehgeräte oder Musikinstrumente zu benutzen,
  • in Fahrzeugen und Haltestellenanlagen mit Fahrrädern , Rollschuhen, Skateboards, Inlineskates oder dergleichen zu fahren.

§ 4 Einnehmen der Plätze

Einen Sitzplatz hat jeder gern. Eine Garantie gibt es aber nicht, zu manchen Zeiten ist in Bussen und Bahnen eben viel los. Und manche Menschen brauchen ihn einfach mehr als andere. Schwerbehinderte, ältere oder gebrechliche Fahrgäste, werdende Mütter und Fahrgäste mit kleinen Kindern haben Mühe, längere Zeit zu stehen und sind auf einen Sitzplatz angewiesen. Helden des Alltags machen ihnen Platz.

§ 5 Beförderungsentgelt, Fahrkarten und deren Verkauf, Zahlungsmittel

Autos, Fahrräder und Mopeds kosten Geld. Busse und Bahnen auch. Darum können Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr nicht gratis sein. Fein, wenn das Geld schon abgezählt ist, denn das Personal ist nicht verpflichtet, Geldscheine über 20 Euro zu wechseln*. Auch Ein- und Zweicent-Stücke im Betrag von mehr als 0,10 Euro sowie erheblich beschädigte Geldscheine und Münzen können abgelehnt werden.

* Das Personal konnte Ihren Geldschein über 20 Euro nicht wechseln? In diesem Fall erhalten Sie eine Quittung über den zurückbehaltenen Betrag. Ihr Wechselgeld erhalten Sie dann unter Vorlage der Quittung bei dem Verkehrsunternehmen, das die Fahrkarte ausgegeben hat. Noch bequemer geht´s bargeldlos: Sie geben eine Kontoverbindung an, der restliche Betrag wird Ihnen ohne Abzüge auf das benannte Konto überwiesen. Sind Sie mit dieser Regelung nicht einverstanden, bleibt Ihnen nur die Möglichkeit, die Fahrt abzubrechen.

Gibt es Beanstandungen des Wechselgeldes oder der Quittung? Das tut uns leid. Beides kann allerdings nur anerkannt werden, wenn das Verkaufspersonal sofort darüber informiert wird.

Übrigens: Die bargeldlose Zahlung ist eine prima Sache, die wir mancherorts gerne anbieten. Ein Anspruch auf bargeldlose Zahlung besteht allerdings nicht.

Und noch ein Tipp: Überzeugen Sie sich, dass Sie die für die vorgesehene Fahrt erforderliche Fahrkarte besitzen. Bitte bringen Sie Beanstandungen der Fahrkarte sofort vor, später können sie leider nicht berücksichtigt werden.

§ 7 Ungültige Fahrkarten

Fehlende Unterschrift, veraltete Wertmarken, stark „mitgenommen“ oder nicht mehr lesbar -  Achtung beim allzu lässigen Umgang mit den Tickets, denn Fahrkarten, die entgegen den Vorschriften der Beförderungsbedingungen oder der Tarifbestimmungen benutzt werden, sind ungültig und können eingezogen werden. Dies gilt jedoch nicht, wenn eine Zeitkarte über deren räumlichen Gültigkeitsbereich gemäß § 6 (7) hinausgehend benutzt wird.

§ 10 Mitnahme von Sachen

Sie haben beim Shopping zugeschlagen, Ihre Urlaubskoffer dabei oder sind müde vom Fahrradausflug? Gerne nehmen wir Sie und Ihr Handgepäck (leicht tragbare Sachen), Kinderwagen, Rollstühle und sonstige Sachen (z.B. Schlitten, Skier, zusammengeklappte Fahrräder) mit, vorausgesetzt, Sicherheit und Ordnung des Betriebes werden dadurch nicht beeinträchtigt und Fahrgäste nicht gefährdet oder belästigt. Ein Anspruch auf Mitnahme von Sachen besteht jedoch nicht. Im Einzelfall entscheidet das Betriebspersonal, ob Sachen mitgenommen und an welcher Stelle sie untergebracht werden können.